Schumann Quartett

Schumann Quartett

Intro­du­zione. Der Moment, in dem man noch nichts weiß, die Augen und Ohren weit offen, nach Ori­en­tie­rung sucht. Am Anfang von Beet­ho­vens neun­tem Streich­quar­tett zum Bei­spiel. Ein unauf­ge­lös­ter Akkord nach dem ande­ren, und die Vier kos­ten den Moment aus, ver­schär­fen – extrem leise – die Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit; redu­zie­ren alles Wis­sen auf das reine Jetzt. Das Schu­mann Quar­tett ist dort ange­kom­men, wo alles mög­lich ist, weil man auf Sicher­hei­ten ver­zich­tet. Das schließt auch die Zuhörer/​​innen mit ein, die sich Abend für Abend auf alles gefasst machen müs­sen: „So wirk­lich ent­wi­ckelt sich ein Werk nur live“, sagen sie, „das ist the real thing, weil wir vor­her selbst nie wis­sen, was pas­siert. Spä­tes­tens auf der Bühne fällt jede Imi­ta­tion weg, man wird auto­ma­tisch ehr­lich zu sich selbst. Dann kann man in der Musik eine Ver­bin­dung mit dem Publi­kum her­stel­len, kommunizieren.“

Die Live-Situa­­tion wird in naher Zukunft noch wei­ter auf­ge­la­den: Sabine Meyer, Mena­hem Press­ler und Albrecht Mayer wer­den Kon­zerte mit den Vie­ren geben. In der Spiel­zeit 2015/​​2016 waren sie Resi­denz­quar­tett auf Schloss Ester­hazy, die Urauf­füh­rung eines Streich­quar­tetts von Helena Win­kel­man stand an, außer­dem: Kon­zerte in der Ton­halle Zürich, im Wie­ner Musik­ver­ein, Wig­more Hall und im Con­cert­ge­bouw Ams­ter­dam, eine Israel-Tour und in Washing­ton D.C. das Ame­­rika-Debüt. Im Rah­men der zwei­jäh­ri­gen Resi­denz am Lin­coln Cen­ter fin­den ab der Sai­son 2016/​​17 meh­rere Kon­zerte in New York City statt.

Seit fünf Jah­ren spie­len die drei im Rhein­land groß­ge­wor­de­nen Brü­der Mark, Erik und Ken Schu­mann zusam­men. 2012 ist die in Tal­linn gebo­rene und in Karls­ruhe auf­ge­wach­sene Liisa Ran­dalu als Brat­schis­tin dazu gekom­men. Immer wie­der bemer­ken Außen­ste­hende, wie stark die Bin­dung zwi­schen ihnen ist. Die Vier genie­ßen die non­ver­bale Kom­mu­ni­ka­tion, „ein Blick, und ich weiß, wie er/​​sie die Musik in dem Moment spie­len möchte“. Unter­schied­li­che Per­sön­lich­kei­ten tre­ten deut­li­cher her­vor, gleich­zei­tig ent­steht in jedem musi­ka­li­schen Werk ein gemein­sa­mer Raum, fin­det eine geis­tige Meta­mor­phose statt. Viel­leicht sind diese Offen­heit, die Neu­gierde, die ent­schei­den­den Ein­flüsse von Leh­rern wie Eber­hard Feltz oder Part­nern wie Mena­hem Press­ler, mit dem sie 2016 eine CD auf­neh­men. Ver­öf­fent­li­chun­gen, das Stu­dium beim Alban Berg Quar­tett, die lang­jäh­rige Resi­dency beim Robert-Schu­­mann-Saal in Düs­sel­dorf, der Gewinn des renom­mier­ten Con­cours de Bor­deaux, Preise, Leh­rer, musi­ka­li­sche Part­ner – gerne wer­den Stu­fen kon­stru­iert um her­zu­lei­ten, warum viele das Schu­mann Quar­tett heute zu den bes­ten über­haupt zählen.

Die vier fas­sen sol­che Daten eher als Begeg­nun­gen auf, als Bestä­ti­gung für ihren Weg. Sie emp­fin­den die musi­ka­li­sche Ent­wick­lung der letz­ten zwei Jahre als Quan­ten­sprung. „Wir haben Lust dar­auf, es bis zum Äußers­ten zu trei­ben, zu pro­bie­ren, wie die Span­nung und unsere gemein­same Spon­ta­nei­tät trägt“, sagt Ken Schu­mann, der mitt­lere der drei Schu­mann Brü­der. Ver­su­che, ihnen einen Klang, eine Posi­tion, eine Spiel­weise zuzu­ord­nen, hebeln sie char­mant aus. Des­we­gen freuen sie sich über ihre zweite CD, Mozart – Ives – Verdi. Der eine „ver­geht schier in Schön­heit“ (DIE ZEIT) bei Mozart, der andere (Deutsch­land­funk) sieht in ihrer Inter­pre­ta­tion des zweite Quar­tetts von Charles Ives, „zer­ris­sen, vol­ler Anspie­lun­gen und Zitate […] ein neues Bra­vour­stück im Reper­toire des explo­si­ven Ensembles“.

Aus­rei­chend Raum für Aben­teuer, also.

Kon­zert: 15.10.2017 /​​ Schul­kon­zert: 16.10.2017
Web­site: www.schumannquartett.de

Artis-Quartett Wien

Artis-Quartett Wien

Das Artis-Quar­­tett Wien zählt zu den füh­ren­den Streich­quar­tet­ten welt­weit. 1980 an der Wie­ner Musik­hoch­schule gegrün­det, stu­dierte das Ensem­ble wei­ter an der Uni­ver­si­tät von Cin­cin­nati (USA) beim LaSalle Quar­tett und war Preis­trä­ger der Wett­be­werbe in Cam­bridge, Evian und Yel­low Springs. In der Folge begann eine inter­na­tio­nale Kar­riere, die das Ensem­ble seit­her in Zen­tren der Musik­welt wie Lon­don, Paris, Ber­lin, Tokio, Ams­ter­dam, New York und Washing­ton, aber auch an Orte wie Hawaii, Bom­bay, Bang­kok oder die Färöer Inseln führte. Es ist außer­dem gern gese­he­ner Gast bei den wich­tigs­ten Fes­ti­vals (Salz­bur­ger Fest­spiele, Ber­li­ner Fest­wo­chen, Schles­wig-Hol­stein Fes­ti­val, Lud­wigs­bur­ger Schloss­fest­spiele, Schu­ber­tiade, Kuhmo, Locken­haus, Ravi­nia u.v.a.). Seit 1988 spielt das Artis-Quar­­tett auf Ein­la­dung der Gesell­schaft der Musik­freunde in Wien eine eigene jähr­li­che Kon­zert­se­rie im Wie­ner Musik­ver­ein. 2001 wurde es mit dem Lully Award 2001 von Con­cer­to­Net für die beste Kam­­mer­­mu­­sik-Auf­­­füh­­rung der Sai­son in New York City ausgezeichnet.

Neben dem Stan­dard­re­per­toire und zahl­rei­chen Urauf­füh­run­gen spielte das Ensem­ble auch zykli­sche Auf­füh­run­gen der Streich­quar­tette von Mozart, Men­dels­sohn, Schu­bert, Brahms, Webern und Einem. Ins­be­son­dere hat sich das Artis-Quar­­tett als her­aus­ra­gen­der Inter­pret der Werke Mozarts und der Kom­po­nis­ten des Wie­ner Fin-de-Siè­cle (u.a. Zem­lin­sky, Weigl, Berg) pro­fi­liert. Tho­mas Schulz urteilte im deut­schen RONDO Maga­zin: „In der öster­rei­chi­schen Musik der Spät­ro­man­tik und der Moderne ist das Artis-Quar­­tett der­zeit unschlag­bar.“ 1997 erhielt das Artis-Quar­­tett den Alex­an­der Zem­lin­sky Förderpreis.

Das Artis-Quar­­tett musi­zierte mit zahl­rei­chen pro­mi­nen­ten Part­nern wie Mischa Maisky, Jeremy Menu­hin, Chris­toph Eschen­bach, Phil­ippe Entre­mont, Dimi­tri Sgou­ros, Ste­fan Vla­dar, Till Fell­ner, Richard Stoltz­man, Sharon Kam, Milan Tur­ko­vic, Juliane Banse und Mit­glie­dern des Alban Berg Quar­tetts, arbei­tete aber auch in gemein­sa­men Pro­jek­ten mit Schau­spie­lern wie Andrea Jonas­son, Klaus Maria Bran­dauer, Hel­mut Loh­ner, Eli­sa­beth Orth, Karl­heinz Hackl oder auch in den TV-Fil­­men „Mozart und Da Ponte“ und „Spit­zen­leis­tung“ mit dem Regis­seur Ger­not Friedl.

Für seine Auf­nah­me­tä­tig­keit mit über 30 CDs (Sony Clas­si­cal, CBS, Orfeo, Koch Schwann, Accord, Nim­bus) wurde das Artis-Quar­­tett mit inter­na­tio­na­len Prei­sen wie dem Grand Prix du Disque/​​Académie Charles Cros, Dia­pa­son d’Or, Gra­mo­phone Award, Prix Cae­ci­lia, Wie­ner Flö­ten­uhr, ECHO Klas­sik und Indie Award aus­ge­zeich­net. Regel­mä­ßig wirkte es an Film-, TV- und Video­pro­duk­tio­nen für UNITEL, BR ALPHA, 3 SAT, ZDF und ORF mit.

Die Mit­glie­der des Artis-Quar­­tetts unter­rich­ten an den Uni­ver­si­tä­ten von Wien und Graz und geben welt­weit Meis­ter­klas­sen. Seit 2011 ist das Artis-Quar­­tett Quar­tet in Resi­dence beim Nor­folk Festival/​​Summer School der Yale Uni­ver­sity (USA).

Kon­zert: 03.12.2017 /​​ Schul­kon­zerte: 04.12.2017
Web­site: www.artis-quartett.at

Peter Bruns

Peter Bruns

Künst­le­ri­sche Glaub­wür­dig­keit und inter­pre­ta­to­ri­sche Authen­ti­zi­tät, klang­li­ches Tem­pe­ra­ment und prä­zise, nuan­cierte Ton­ge­bung zeich­nen sein Spiel aus: Peter Bruns zählt zu den füh­ren­den deut­schen Cel­lis­ten. Solo­kon­zerte und Reci­tals führ­ten Peter Bruns in die renom­mier­tes­ten Musik­zen­tren sämt­li­cher Kon­ti­nente, so u. a. in die Ber­li­ner Phil­har­mo­nie, die New Yor­ker Car­ne­gie Hall, die Lon­do­ner Wig­more Hall, nach Tokio und Hong Kong, in die Sem­per­oper Dres­den, ins Leip­zi­ger Gewand­haus sowie zu bedeu­ten­den Fes­ti­vals wie Kuhmo und Ber­gen, zu den Ber­li­ner und Dresd­ner Musik­fest­spie­len, zum Buda­pes­ter Früh­ling und Gidon Kre­mers Locken­haus Festival.

Peter Bruns ist Solist vie­ler bedeu­ten­der Orches­ter, so z.B. auch auf Tour­neen der Säch­si­schen Staats­ka­pelle Dres­den, des RAI-Sin­­fo­­nie­or­ches­­ters, des MDR-Sin­­fo­­nie­or­ches­­ters und des Ber­li­ner Sin­fo­nie­or­ches­ters. Er arbei­tete u.a. mit Diri­gen­ten wie Giu­seppe Sino­poli, Her­bert Blom­stedt, Colin Davis, Eliahu Inbal, Thierry Fischer, Chris­toph Prick, Marc Albrecht, Michail Jurow­ski und Bruno Weil zusam­men. Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Musik­spra­che ver­schie­de­ner Stile und Epo­chen führte zu enger Zusam­men­ar­beit mit nam­haf­ten Ensem­bles, etwa der Aka­de­mie für Alte Musik Berlin.

In der ver­gan­ge­nen Sai­son war Peter Bruns in Kon­zer­ten im Musik­ver­ein Wien, in Tokio, Auck­land und auf einer Tour­nee durch Israel zu hören sowie mit dem Kam­mer­or­ches­ter C.Ph.E. Bach unter Hart­mut Haen­chen, mit dem er das vom ihm wie­der­ent­deckte und für die Edi­tion redi­gierte dritte Cel­lo­kon­zert von Bern­hard Rom­berg auf­führte. In die­ser Sai­son ist er unter ande­rem mit den Cel­lo­kon­zer­ten von Dvořák, Volk­mann und Offen­bachs Con­certo mili­taire zu hören.

In Ber­lin gebo­ren, stu­dierte er in sei­ner Hei­mat­stadt an der Hoch­schule für Musik „Hanns Eis­ler“. 1998 bis 2005 hatte er eine Pro­fes­sur für Vio­lon­cello an der Musik­hoch­schule Dres­den inne und ist seit 2005 in glei­cher Posi­tion an der Hoch­schule für Musik in Leip­zig tätig.

Peter Bruns hat eine Reihe preis­ge­krön­ter CDs auf­ge­nom­men, u. a. Gesamt­ein­spie­lun­gen der Brahms-Sona­­ten, der Bach-Sui­­ten, der Werke von Gabriel Fauré, Ernest Bloch, Charles Koech­lin, Robert Schu­mann, Robert Volk­mann, Charles Marie Widor und Louis Vierne, außer­dem Ein­spie­lun­gen des Kon­zerts a-moll von Carl Phi­lip Ema­nuel Bach (Can­nes Clas­si­cal Award „Best CD of the Year“), des Gesamt­werks von Antonín Dvořák für Vio­lon­cello und Orches­ter mit der Staats­ka­pelle Dres­den und die hoch gelob­ten Auf­nah­men der Cel­lo­kon­zerte von Haydn, Schu­mann und Volk­mann mit dem Men­dels­sohn Kam­mer­or­ches­ter Leipzig.

Peter Bruns spielt auf einem Instru­ment von Carlo Tononi, Vene­dig 1730, das sich im Besitz des legen­dä­ren spa­ni­schen Cel­lis­ten Pablo Casals befand.

Kon­zert: So. 21.01.2018 /​​ Schul­kon­zert: Mo. 22.01.2018
Web­site: peterbruns.de

Klenke Quartett

Klenke Quartett

Das in Ber­lin und Thü­rin­gen ansäs­sige Klenke Quar­tett wurde 1991 an der Musik­hoch­schule Wei­mar gegrün­det. Seit­dem berei­chert es in unver­än­der­ter Beset­zung „als eine der pro­fi­lier­tes­ten euro­päi­schen For­ma­tio­nen“ (Gewan­d­haus-Maga­zin) das Kon­zert­le­ben. Wich­tige Men­to­ren waren Nor­bert Brai­nin (Ama­deus Quar­tett), Ulrich Beetz (Abegg Trio), Harald Scho­ne­weg (Che­ru­bini Quar­tett) und Sán­dor Devich (Bar­tók Quartett).

Durch die För­de­rung des Deut­schen Musik­ra­tes – die Auf­nahme in die Bun­des­aus­wahl Kon­zerte Jun­ger Künst­ler – konn­ten die vier Musi­ke­rin­nen sich als Ensem­ble schnell eta­blie­ren. Sie gas­tier­ten auf renom­mier­ten Fes­ti­vals, beglei­te­ten den dama­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten Johan­nes Rau auf sei­nen Staats­be­su­chen durch Süd­ame­rika und erspiel­ten sich durch ihre zahl­rei­chen CD-Pro­­­duk­­ti­o­­nen her­vor­ra­gende Kri­ti­ken und Aner­ken­nung durch die inter­na­tio­nale Fach­welt. Die wohl bedeu­tendste Aus­zeich­nung erhiel­ten die vier Musi­ke­rin­nen auf der welt­größ­ten Musik­messe in Can­nes: den MIDEM Clas­si­cal Award. Ihre Gesamt­ein­spie­lung der „Zehn Berühm­ten Streich­quar­tette von Wolf­gang Ama­deus Mozart“ wird unter­des­sen in der neu­es­ten Aus­gabe des Haren­berg Kam­mer­mu­sik­füh­rers als Refe­renz­auf­nahme emp­foh­len. Ihre aktu­elle CD mit Wer­ken von Schu­bert erhielt den „Super­so­nic Award“ der Luxem­bur­gi­schen Zeit­schrift PIZZICATO

Ihre Wei­ma­rer Kon­zert­reihe AUFTAKT ver­ste­hen die vier Musi­ke­rin­nen als eine Hom­mage an ihren Grün­dungs­ort Wei­mar. Eben­falls ihrer künst­le­ri­schen Lei­tung  unter­ste­hen die Hum­boldt-Soi­­réen in Ber­lin, durch­ge­führt in Koope­ra­tion mit der Hum­boldt-Uni­­ver­­­si­­tät zu Ber­lin in der Hei­­lig-Geist-Kapelle. Auch die Zusam­men­ar­beit mit Musi­ker­kol­le­gen war von Anfang an eine wich­tige Inspi­ra­tion. So war das Klenke Quar­tett u.a. mit Mar­tin Stadt­feld, Ragna Schir­mer, Chris­tina Fass­ben­der, Cle­mens Traut­mann sowie dem Auryn und Vog­ler Quar­tett  auf Tour­nee. Auf sei­nem Tschai­­ko­w­sky-Album ist die künst­le­ri­sche Zusam­men­ar­beit mit Harald Scho­ne­weg und Klaus Käm­per vom Che­ru­bini Quar­tett in dem Streich­sex­tett „Sou­ve­nir de Flo­rence“ doku­men­tiert. Die euro­päi­sche Erst­auf­füh­rung des Kon­zerts „The Rave and the Nightin­gale“ des 1968 gebo­re­nen Aus­tra­li­ers Mat­thew Hind­son durch das Klenke Quar­tett mit der Jenaer Phil­har­mo­nie wurde im Som­mer 2008 von Publi­kum und Kri­tik begeis­tert gefei­ert. Neben die­sem Werk zählt auch das Kon­zert für Streich­quar­tett und Orches­ter von Arnold Schön­berg zum Reper­toire des Ensembles.

Ein beson­de­res Anlie­gen der vier Musi­ke­rin­nen ist es, mit wech­seln­den Kin­­der- und Fami­li­en­pro­gram­men bereits die ganz junge Gene­ra­tion für die Kam­mer­mu­sik zu begeis­tern. Die aktu­elle Pro­duk­tion, das Kin­der­mu­sik­thea­ter „Die Kleine Hexe“ nach dem Kin­der­buch­klas­si­ker von Otfried Preuß­ler und mit Musik von György Ligeti (Streich­quar­tett Nr. 1 „Méta­mor­pho­ses Noc­turnes“), führte das Klenke Quar­tett in die Ton­halle Düs­sel­dorf, die Köl­ner Phil­har­mo­nie, die Luxem­bur­ger Phil­har­mo­nie, die Ham­bur­ger Laeiszhalle sowie in das Wie­ner Konzerthaus.

Kon­zert: 17.03.2018

Web­site: klenke-quartett.de

Prisma Quartett

Prisma Quartett

Seit sei­ner Grün­dung 2008 begeis­tert das Prisma Quar­tett das Publi­kum durch seine mit­rei­ßende Spiel­freude, Prä­zi­sion und über­legte Inter­pre­ta­tio­nen. Es war den Musi­ke­rin­nen immer ein Anlie­gen, den Zuhö­rern sowohl unbe­kann­tere, manch­mal auch auf den ers­ten Blick unbe­que­mere Werke näher zu brin­gen, als auch einen ganz eige­nen Blick auf die Klas­si­ker der Lite­ra­tur zu finden. 

Dabei half ihnen die Unter­stüt­zung bedeu­ten­der Streich­quar­tett­leh­rer wie Wal­ter Levin (LaSalle Quar­tett), Rai­ner Schmidt (Hagen Quar­tett), Gün­ther Pich­ler (Alban Berg Quar­tett) und Oli­ver Wille (Kuss Quar­tett). Die inten­sive Aus­ein­an­der­set­zung mit Par­ti­tu­ren, den per­sön­li­chen und zeit­ge­schicht­li­chen Aspek­ten der Werke und Kom­po­nis­ten prägte den per­sön­li­chen Stil des Quar­tetts, wobei Spon­ta­ni­tät und Klang­freude den­noch nicht zu kurz kommen.

Das Prisma Quar­tett ist gern gese­he­ner Gast zahl­rei­cher Kon­zert­rei­hen in Deutsch­land, der Schweiz und Öster­reich. Auf Ein­la­dung von Det­lef Muth­mann waren sie das Grün­dungs­en­sem­ble der Kam­mer­mu­sik­reihe „Sai­ten­spiel“ in der His­to­ri­schen Stadt­halle Wup­per­tal. Seit 2017 nun wie­der bei­nahe in sei­ner Ori­gi­nal­be­set­zung spie­lend, freut sich das Quar­tett ganz beson­ders, in der Sai­son 2017/​​2018 wie­der ein Kon­zert in die­sem Rah­men spie­len zu können.

Kon­zert: 18.03.2018 

Auryn Quartett

Auryn Quartett

Tu, was du willst!“ Die­ser Leit­spruch ist in Michael Endes Roman „Die unend­li­che Geschichte“ auf der Rück­seite eines magi­schen Amu­letts zu lesen, das sei­nem Trä­ger Inspi­ra­tion ver­leiht und ihm hilft, den Weg sei­ner Wün­sche zu gehen. Das Auryn – so der Name des Amu­letts – wurde 1981 zum Tauf­pa­ten für vier junge Musi­ker, die sich ent­schlos­sen hat­ten, ihren künst­le­ri­schen Weg fortan als Streich­quar­tett gemein­sam zu gehen. Schon im dar­auf fol­gen­den Jahr war das Auryn Quar­tett beim renom­mier­ten ARD-Wet­t­be­werb in Mün­chen und beim inter­na­tio­na­len Streich­quar­tett­wett­be­werb in Ports­mouth erfolgreich.

Die Spiel­weise des Auryn Quar­tetts wurde zunächst durch das Stu­dium beim legen­dä­ren Ama­deus Quar­tett in Köln geprägt. Hier galt das Prin­zip eines homo­ge­nen, vom leicht domi­nie­ren­den Ober­glanz der ers­ten Geige gekrön­ten Ensem­ble­klangs. Wäh­rend eines Stu­di­en­auf­ent­hal­tes beim Guar­neri Quar­tett dage­gen legte man grö­ße­res Gewicht auf Trans­pa­renz, Trenn­schärfe und Indi­vi­dua­li­tät der Stim­men. Der Aus­gleich zwi­schen die­sen höchst gegen­sätz­li­chen Musi­zier­idea­len wurde zur Feu­er­probe für das Auryn Quar­tett, das nach sei­ner Rück­kehr aus den USA rasch in die Spit­zen­gruppe der inter­na­tio­na­len Quar­tett­szene aufrückte.

Seit­her hat das Auryn Quar­tett nahezu die gesamte Quar­tett­li­te­ra­tur bis in die Moderne hin­ein erar­bei­tet; hinzu kom­men bedeu­tende Ur- und Erst­auf­füh­run­gen. Kaum ein ande­res Quar­tett hat ein der­art brei­tes Reper­toire. Eigene Kon­zert­rei­hen mit der Kam­mer­mu­sik Men­dels­sohns und Schu­manns in Düs­sel­dorf, die Auf­füh­rung aller 68 Streich­quar­tette Haydns im Sen­de­saal des WDR in Köln und in Padua, sowie zuletzt des Bee­t­ho­­ven-Zyklus in der Wig­more Hall in Lon­don bele­gen dies ein­drück­lich. Ebenso doku­men­tie­ren eine Viel­zahl preis­ge­krön­ter Auf­nah­men beim Label TACET den hohen künst­le­ri­schen Rang des Ensem­bles. Nach den hoch gelob­ten Gesamt­ein­spie­lun­gen der Streich­quar­tette von Beet­ho­ven und Brahms und Auf­nah­men des Kla­vier­quar­tetts und -quin­tetts von Robert Schu­mann begeis­terte das Auryn Quar­tett mit den Auf­nah­men sämt­li­cher Streich­quar­tette Joseph Haydns. Gleich die erste CD die­ser Serie, Haydns Opus 1, wurde mit einem ECHO Klas­sik, die Gesamt­ein­spie­lung mit dem „Jah­res­preis der Deut­schen Schall­plat­ten­kri­tik“ 2011 ausgezeichnet.

Ein wei­te­rer Beleg für die große Aner­ken­nung, die dem Quar­tett zuteil wird sind die vier her­aus­ra­gen­den Instru­mente, die den Musi­kern zu Ver­fü­gung gestellt wur­den.  Jedes die­ser Instru­mente war auch frü­her schon in berühm­ten Streich­quar­tett­for­ma­tio­nen zu hören: Mat­thias Lin­gen­fel­der spielt eine Stra­di­vari von 1722, die Joseph Joa­chim gehörte, Jens Opper­mann eine Petrus Guar­neri (Ama­deus Quar­tett), Ste­wart Eaton eine Amati von 1616 (Koeckert Quar­tett) und Andreas Arndt das Nic­colo Amati Cello aus Hin­de­miths Amar-Quartett.

Der Ter­min­ka­len­der des Ensem­bles wird seit lan­gem durch feste Part­ner­schaf­ten mit gro­ßen Kon­zert- und Fest­spiel­po­dien struk­tu­riert, wie z.B. mit dem Wie­ner Musik­ver­ein, der Car­ne­gie Hall und dem Lin­coln Cen­ter in New York, der Wig­more Hall in Lon­don und dem Con­cert­ge­bouw in Ams­ter­dam. Dazu kom­men zahl­rei­che Fes­ti­vals wie Luzern, Edin­burgh und Salz­burg. Hier wie auch in vie­len ande­ren Kon­zer­ten hat das Quar­tett seine For­ma­tion immer wie­der um bedeu­tende Musi­ker wie z.B. Mena­hem Press­ler, Nobuko Imai, Jörg Wid­mann, Sharon Kam, Tabea Zim­mer­mann, Chris­tine Schä­fer und Peter Orth erweitert.

Vor eini­gen Jah­ren konn­ten sich die vier den lange geheg­ten Wunsch nach einem eige­nen Fes­ti­val erfül­len, das jedes Jahr im ober­ita­lie­ni­schen Städt­chen Este statt­fin­det. Seit 2010 hat das Quar­tett nach lang­jäh­ri­ger Mit­wir­kung bei den Musik­ta­gen Mond­see nun auch die künst­le­ri­sche Lei­tung für die­ses renom­mierte Kam­mer­mu­sik­fes­ti­val übernommen.

Seit 2003 geben die Mit­glie­der des Auryn Quar­tetts ihre Erfah­run­gen als Pro­fes­so­ren der Det­mol­der Musik­hoch­schule wei­ter. Das Unter­rich­ten wirkt dabei auch auf die eigene künst­le­ri­sche Arbeit zurück. Der Rou­tine ent­ge­gen­zu­steu­ern, wach zu blei­ben für neue Erfah­run­gen, künst­le­ri­sche Posi­tio­nen immer wie­der auf den Prüf­stand zu brin­gen – damit ist das Auryn Quar­tett in den 35 Jah­ren sei­nes Bestehens ein bemer­kens­wert jun­ges Ensem­ble geblie­ben. Die Magie des Auryns wirkt fort.

Kon­zert: 18.03.2018
Web­site: aurynquartet.com

lutzhagen

lutzhagen

Seit der Spiel­zeit 2000/​​2001 ver­fügt das thea­ter­ha­gen über eine eigene Kin­­der- und Jugend­thea­ter­sparte unter der Lei­tung von Wer­ner Hahn: das lutz­ha­gen. Namens­ge­ber ist der bedeu­tende Dra­ma­ti­ker Lutz Hüb­ner. Seine Werke sind seit vie­len Jah­ren wesent­li­cher Bestand­teil des Spiel­plans des lutz­ha­gen. Das lutz­ha­gen erar­bei­tet pro Spiel­zeit zwei bis drei Neu­pro­duk­tio­nen für Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­sene, die sowohl mit Pro­fisch­au­spie­lern als auch mit Lai­en­dar­stel­lern rea­li­siert werden.

Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Arbeit sind außer­dem Koope­ra­tio­nen mit ver­schie­de­nen Insti­tu­tio­nen und Grup­pen der Stadt. Darin bie­tet das lutz­ha­gen die Mög­lich­keit, sich in sozio­kul­tu­rel­len Thea­ter­pro­jek­ten unter pro­fes­sio­nel­len Bedin­gun­gen auf der Bühne zu erfah­ren. Diese Pro­duk­tio­nen mit arbeits­lo­sen Jugend­li­chen, Schü­lern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, mehr­fach schwerst­be­hin­der­ten Kin­dern oder jun­gen Straf­ge­fan­ge­nen gehö­ren ebenso zum Reper­toire wie die Auf­füh­run­gen des Seniorenclubs.

Kon­zert: 18.03.2018
Web­site: lutz­ha­gen

Werner Hahn

Werner Hahn

Wer­ner Hahn, seit 1982 am thea­ter­ha­gen enga­giert, lei­tet seit der Spiel­zeit 2000/​2001 das Kin­der- und Jugend­thea­ter lutz­ha­gen, führt Regie und steht wei­ter­hin als Dar­stel­ler auf der Bühne. Der lyri­sche Bari­ton wurde 1956 in Salz­burg gebo­ren und stu­dierte an der Hoch­schule Mozar­teum Gesang und Vio­line, sowie par­al­lel dazu an der Paris-Lodron-Uni­ver­si­tät Salz­burg Musik­wis­sen­schaft und Geschichte. 1978 wurde er als Lyri­scher Bari­ton an das Inter­na­tio­nale Opern­stu­dio des Opern­hau­ses Zürich enga­giert und erhielt im Anschluss ein Fest­enga­ge­ment an dem Haus. 1982 wech­selte Wer­ner Hahn an das thea­ter­ha­gen. Seit­her hat er in ca. 200 Par­tien und Rol­len aus Oper, Ope­rette, Musi­cal und Schau­spiel auf der Bühne gestanden.

Aus ers­ten Erfah­run­gen als Regis­seur von Jugend­thea­ter-Pro­duk­tio­nen und als Päd­agoge für sze­ni­sche Arbeit, unter ande­rem in Zusam­men­ar­beit mit Ks. Kurt Moll und Ks. Rein­hard Lei­sen­hei­mer, ent­wi­ckelte er eine eigene Jugend­thea­ter­sparte am thea­ter­ha­gen, das lutz­ha­gen. Für seine viel­fäl­ti­gen Insze­nie­run­gen erhielt Wer­ner Hahn meh­rere Aus­zeich­nun­gen und Preise , unter ande­rem das Bun­des­ver­dienst­kreuz ers­ter Klasse. Wer­ner Hahn ist auch Autor ver­schie­de­ner Jugend- und Mär­chen­stü­cke sowie des Hage­ner Bühnenballs.

Kon­zert: 18.03.2018
Web­site: www.wernerhahn.eu

Mandelring Quartett

Mandelring Quartett

Ful­mi­nant ist gar kein Aus­druck. Wie ein Strom­schlag fährt einem die Musik ins Mark, buch­stäb­lich mit dem ers­ten, Herz und Hirn elek­tri­sie­ren­den Takt, ohne jede Vor­war­nung: die Musik von Felix Men­dels­sohn Bar­tholdy, die das Man­del­ring Quar­tett unter äußers­ter Hoch­span­nung spielt, hit­zig, fieb­rig – brand­ge­fähr­lich!“ schreibt die Neue Zür­cher Zei­tung in einer CD-Rezen­­sion. The Strad, das füh­rende eng­lisch­spra­chige Klas­sik­ma­ga­zin, wid­mete dem Man­del­ring Quar­tett 2014 eine Titel­seite und ein aus­führ­li­ches Por­trät. Das Musik­ma­ga­zin Fono Forum zählt das Ensem­ble zu den sechs bes­ten Streich­quar­tet­ten der Welt.

Der Gewinn gro­ßer Wett­be­werbe – Mün­chen (ARD), Evian und Reg­gio Emi­lia (Pre­mio Paolo Bor­ciani) – war der Ein­stieg in die inter­na­tio­nale Kar­riere des Man­del­ring Quar­tetts. Heute füh­ren Kon­zert­rei­sen das Ensem­ble in inter­na­tio­nale Musik­zen­tren wie Wien, Paris, Lon­don, Madrid, New York, Los Ange­les und Van­cou­ver. Zudem fin­den sich im Kon­zert­ka­len­der regel­mä­ßige Tour­neen nach Mit­­­tel- und Süd­ame­rika, in den Nahen Osten und nach Asien. Auch bei gro­ßen Fes­ti­vals – unter ande­rem Schu­ber­tiade Schwar­zen­berg, Schles­wig-Hol­stein, Rhein­gau, Locken­haus und Mont­pel­lier – zählt das Quar­tett zu den gern gese­he­nen Gäs­ten. Wo immer die vier Musi­ker auf­tre­ten, hin­ter­las­sen sie blei­bende musi­ka­li­sche Spu­ren: „Ein denk­wür­di­ges, sobald nicht wie­der­hol­ba­res Fest­spiel­erleb­nis“, schrie­ben etwa die Salz­bur­ger Nach­rich­ten nach dem Schost­a­­ko­witsch-Zyklus des Man­del­ring Quar­tetts bei den Salz­bur­ger Festspielen.

Das Ham­ba­cher­Mu­sik­fest, das Fes­ti­val des Man­del­ring Quar­tetts in sei­ner Hei­mat­stadt Neu­stadt an der Wein­straße, hat sich zu einem Treff­punkt für Kam­mer­mu­sik­freunde aus aller Welt ent­wi­ckelt. Seit 2010 gestal­tet das Ensem­ble eine eigene Kon­zert­reihe in der Ber­li­ner Phil­har­mo­nie, seit 2016 zusätz­lich in der Resi­denz in München.

Sei­nen 30. Geburts­tag fei­erte das Man­del­ring Quar­tett 2013 im Ber­li­ner Radi­al­sys­tem V mit dem Pro­jekt „3 aus 30“, bei dem das Publi­kum in fünf Kon­zer­ten die gespiel­ten Werke unmit­tel­bar vor Kon­zert­be­ginn aus­wäh­len konnte.

Zahl­rei­che preis­ge­krönte CD-Auf­­­nah­­men zei­gen die außer­ge­wöhn­li­che Qua­li­tät und das breite Reper­toire des Ensem­bles; beson­dere Auf­merk­sam­keit erregte inter­na­tio­nal die Ein­spie­lung sämt­li­cher Schost­a­­ko­witsch-Quar­­tette, die von nam­haf­ten Kri­ti­kern als Refe­renz­auf­nahme ange­se­hen wird. Die Auf­nahme der gesam­ten Kam­mer­mu­sik für Strei­cher von Men­dels­sohn wurde eben­falls her­vor­ra­gend rezen­siert. Aktu­el­les Pro­jekt ist die Gesamt­ein­spie­lung der Strei­cher­kam­mer­mu­sik von Brahms.

Kon­zert: 22.04.2018 /​​ Schul­kon­zerte: 23.04.2018
Web­site: www.mandelring.com

Raphael Amend

Raphael Amend

Raphael Amend schloss sein Stu­dium der Musik­päd­ago­gik 2010 an der Hoch­schule für Musik und Tanz Köln, Stand­ort Wup­per­tal mit dem Diplom ab. Seit 2015 ist er stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Ber­gi­schen Musik­schule Wup­per­tal. Hier war er zuvor als Dozent für Vio­line und Grund­stufe sowie als Fach­be­treuer für Schul­ko­ope­ra­tio­nen tätig. Für die Kon­zert­reihe „Sai­ten­spiel“ kon­zi­piert und mode­riert er kam­mer­mu­si­ka­li­sche Schul­kon­zerte in der His­to­ri­schen Stadt­halle Wup­per­tal und ist hier auch als Kon­zert­päd­agoge für das Sin­fo­nie­or­ches­ter Wup­per­tal sowie als Mode­ra­tor für die Reihe „Musi­ka­li­sche Kaf­fee­ta­fel“ tätig. Als Gei­ger ist Raphael Amend regel­mä­ßig mit sei­nem Ensem­ble für Salon­mu­sik „O là là“ zu erleben. 

Schul­kon­zerte: 2017/​18
Web­site: www.ensemble-olala.de